Heeressportschule Wünsdorf, Militärsportschule und Architekturdenkmal in Wünsdorf, Deutschland.
Die Heeressportschule Wünsdorf ist eine Militäranlage in Zossen, die aus mehreren Gebäuden besteht: Wohnhaus des Kommandanten, Stallungen, Turnhalle und Offizierspeisehaus. Die Konstruktionen zeigen Merkmale der frühen 1900er Jahre und stehen als Denkmal unter Schutz.
Die Anlage wurde zwischen 1914 und 1916 erbaut und diente deutschen Olympioniken als Trainingsstätte bis 1936. Nach dem Krieg nutzte die Sowjetarmee das Gelände über Jahrzehnte hinweg.
Die Wandmalereien im Inneren wurden von sowjetischen Offizieren gestaltet und zeigen Szenen aus Kriegsereignissen, die heute noch sichtbar sind. Diese Kunstwerke spiegeln wider, wie das Gelände nach 1945 neu genutzt und interpretiert wurde.
Das Gelände ist Teil der Zossen-Region und kann von Berlin und Umgebung über lokale Verkehrsmittel erreicht werden. Besucher sollten sich Zeit nehmen, um die verschiedenen Gebäude und deren Details zu erkunden, da die Anlage ziemlich groß ist.
Das Gelände zeigt Spuren zweier Epochen nebeneinander: deutsche Sportarchitektur aus dem frühen 20. Jahrhundert und sowjetische Nutzungsspuren aus der zweiten Hälfte des Jahrhunderts. Diese Schichtung macht es zu einem seltenen Beispiel für die Geschichte Deutschlands zwischen den Weltkriegen und danach.
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