Schloss Ering, Denkmalgeschütztes Schloss in Ering, Deutschland.
Schloss Ering ist eine mehrflügelige Anlage mit zwei Innenhöfen an Schloßring 1 und Schlossring 1A in Ering im Landkreis Rottal-Inn. Der lange dreigeschossige Bau zeigt eine hellgelbe, durch weiße Pilaster gegliederte Fassade, Reihen weiß gerahmter Fenster, ein steiles rotbraunes Ziegeldach mit kleinen Dachgauben und in der Mitte einen Balkon mit Metallgeländer über einem bogigen Eingang. An die Flügel sind Stallungen, die „Ökonomie“, angebaut.
Ering wird bereits 788 erwähnt, als Fricho und Ratolf acht Höfe an das Kloster Niederaltaich gaben. 1296 verpfändete Bischof Arnold von Bamberg Ering an Graf Albert von Hals, dessen Sitz die Burg Erneck war. 1377 ging die Herrschaft an die bayerischen Herzöge über; 1504 zerstörten die Truppen Pfalzgraf Philipps im Landshuter Erbfolgekrieg Ering, Erneck und Frauenstein. 1508 verkaufte Herzog Albrecht IV. Schloss und Herrschaft an die Brüder Peter und Wolfgang von Paumgarten, die bis 1845 im Besitz blieben.
Der Name Ering ist bereits 788 belegt, als Fricho und Ratolf acht Höfe an das Kloster Niederaltaich übergaben. Von 1523 bis 1845 gehörte die Herrschaft der Familie von Paumgarten, die 1629 zu Freiherren und 1745 in den Grafenstand erhoben wurde. Ab 1764 Inhaberin des Blutbanns, ließ sie 1779 und 1788 in Ering Hinrichtungen vollstrecken, alle wegen Diebstahls.
Schloss Ering ist geteiltes Privateigentum zweier Eigentümerparteien aus der Familie Esterházy de Galántha; Innenhöfe und Innenräume sind für Besucher nicht zugänglich, die Anlage ist aber von der öffentlichen Straße und von außerhalb der Eingänge am Schloßring zu sehen. Das Gebäude liegt an Schloßring 1 und Schlossring 1A im Ort Ering im Landkreis Rottal-Inn.
Das Schloss ist in Privatbesitz und seit 2006 zwischen zwei Zweigen der Familie Esterházy de Galántha geteilt: Paul Daniel Graf Esterházy verkaufte damals den inneren Verbindungsflügel, den „Venningentrakt“, als unsanierte Bau-Ruine an seinen jüngsten Bruder, mit Mitbenutzungsrechten an Innenhöfen und Freiflächen. Den übrigen Teil übertrug er 2022 seinem Sohn Nikolaus.
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