Jupitergigantensäule von Hausen an der Zaber, Römische Gedenkstele in Hausen an der Zaber, Deutschland.
Die Jupitergigantensäule von Hausen an der Zaber ist eine römische Denkmalstele, die ursprünglich über sieben Meter hoch war und mit aufwendigen Reliefs verziert war. Das Monument zeigte römische Götter, Jahreszeiten-Figuren und dekorative Eichenlaubmuster in der Steinbearbeitung.
Das Monument wurde um 200 n. Chr. von Gaius Vettius Connougus auf seinem Landgut errichtet und war eine typische Stiftung wohlhabender römischer Eigentümer. Es wurde später während der alamannischen Invasionen zwischen 233 und 235 n. Chr. zerstört und erst Jahrhunderte später wiederentdeckt.
Das Monument zeigt eine Mischung aus römischen und keltischen Traditionen, die in der Verehrung von Bäumen und der Darstellung des Jupiterriesen sichtbar wird. Diese Verbindung spiegelt wider, wie römische Siedler lokale Glaubensvorstellungen in ihre religiösen Praktiken aufnahmen.
Besucher finden eine Nachbildung des Monuments an der östlichen Seite der Stadt, die leicht zugänglich ist. Die ursprünglichen Steinteile werden in Stuttgart in einem Museum aufbewahrt und können dort besichtigt werden, wenn man sich intensiver mit dem Originalwerk auseinandersetzen möchte.
Das Monument war in der Antike keine isolierte Statue, sondern Teil eines größeren Komplexes mit Wohngebäuden auf dem Landgut eines reichen Römers. Archäologische Funde zeigen, dass der Ort über Generationen hinweg Bedeutung hatte und nicht einfach verlassen wurde, sondern mit der Zeit zerstört und begraben wurde.
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