Peenemünder Schanze, Archäologisches Denkmal an der Nordspitze der Insel Usedom, Deutschland.
Die Peenemünder Schanze ist eine archäologische Befestigung an der nördlichen Spitze der Insel Usedom, die die Mündung des Peeneflusses dominiert. Von den ursprünglichen Erdwerken und steinernen Strukturen sind heute noch Reste vorhanden, die zeigen, wie die Anlage einst ausgesehen hat.
Die Schanze wurde 1628 nach Befehlen des kaiserlichen Feldherrn Wallenstein als Erdwerk errichtet, um die Mündungszone zu kontrollieren. Schwedische Truppen erweiterten die Anlage später mit Kasematten und die Festung wechselte mehrfach zwischen schwedischen und preußischen Händen.
Die Befestigung spielte eine wichtige Rolle beim Schutz der Handelsrouten und beim Einziehen von Zöllen auf Schiffe, die in die Region fuhren. Besucher können heute noch sehen, wie strategisch wichtig dieser Ort für die Kontrolle des Wasserverkehrs war.
Der Ort liegt auf einer geschützten Landschaft und ist über markierte Wanderrouten erreichbar, die auch zum Historisch-Technischen Museum führen. Am besten besucht man die Schanze zu Fuß, um die flache Topografie und die Wasserlandschaft rund um die Befestigung in Ruhe zu erkunden.
Während des Siebenjährigen Krieges wurde die Festung mehrfach belagert und erst 1759 endgültig geschleift. Heute erinnern die erhaltenen Erdwälle und die Lage direkt an der Wasserkante noch immer an ihre früheren militärischen Funktionen.
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