Rathaus Marburg, Gotisches Rathaus in Marburg, Deutschland
Das Marburger Rathaus ist ein Sandsteinbau am Marktplatz, der von 1512 bis 1516 unter dem Werkmeister Klaus von Wetzlar errichtet wurde; die Innenarbeiten dauerten bis 1527. Die Front war weiß gestrichen mit schwarzen Ecksteinen, die anderen drei Seiten hatten nur einen einfachen Kalkbewurf. Ein Treppenturmvorbau, den Ebert Baldewein 1581 mit einem verzierten Renaissancegiebel krönte, enthält eine Kunstuhr, deren Figuren zur vollen Stunde in Bewegung geraten.
Ab 1222 tagte der Rat in der Marienkirche, ab 1335 im Kerner; nach einem Brand 1456 zog er 1458 in die ehemalige Stadtschule. Das heutige Rathaus entstand 1512 bis 1527 aus Sandstein unter den Werkmeistern Klaus von Wetzlar und seinem Nachfolger Hans aus Lich, finanziert vor allem durch Geldanleihen, nachdem am Marktplatz mehrere Häuser abgerissen worden waren. 1515 und von 1518 bis 1522 ruhte der Bau wegen Unstimmigkeiten im Stadtrat und finanzieller Probleme.
Das Rathaus dient weiterhin als Verwaltungszentrum und ist ein wichtiger Treffpunkt im Herzen der Stadt, wo sich Einwohner und Besucher treffen. Es prägt das Bild des Marktplatzes und ist für viele Menschen ein Symbol der Stadtidentität.
Das Rathaus liegt direkt am Marktplatz und ist leicht zu Fuß erreichbar, mit guten Aussichtspunkten von der Straße aus. Besucher können das Gebäude von außen betrachten oder durch das Informationszentrum mehr über seine Merkmale erfahren.
Auf die 1528 am Turm angebrachte Uhr folgte 1581 eine reich verzierte Kunstuhr am Treppenhausgiebel, entworfen von Ebert Baldewein. Zur vollen Stunde bewegt Justitia die Balkenwaage, der Tod dreht das Stundenglas, ein Wächter bläst die Trompete und ein Hahn schlägt oben mit den Flügeln.
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