Römersiedlung Tegelberg, Archäologische Stätte und römische Villa in Schwangau, Deutschland.
Die römische Siedlung Tegelberg ist eine archäologische Stätte mit Resten einer Villa rustica am Tegelberg in Bayern. Die freigelegten Strukturen zeigen Wohnräume, Bäder und ein ausgeklügeltes Heizsystem, das unter den Fußböden verlief und die Räume warmhielt.
Diese Villa rustica entstand im 2. Jahrhundert nach Christus in der Römerzeit und war Teil des römischen Alpiengebiets. Archäologische Ausgrabungen in den 1930er Jahren brachten die Überreste zutage und machten sie der Öffentlichkeit bekannt.
Die Siedlung zeigt, wie die Römer in dieser Bergregion gelebt und gebaut haben, durch erhaltene Grundrisse und Überreste von Wohnräumen. Besucher können sehen, welche Materialien und Techniken verwendet wurden und wie alltägliche Räume wie Bäder arrangiert waren.
Das Badegebäude ist seit 1996 mit einem Schutzhaus überdacht, der Zugang ist kostenlos. Die Fundstelle liegt bei der Talstation der Tegelbergbahn, wo 1966 Bauarbeiten die Mauern freilegten. Die ergrabene Fläche ist klein und der Witterung ausgesetzt, festes Schuhwerk ist daher sinnvoll.
Der ab 1966 leitende Ausgräber Günther Krahe betonte, dass das Areal keine sonstigen wohnlichen Vorzüge aufweist: Im Winter erhellt die Sonne das Gebiet nur für wenige Nachmittagsstunden. Offenbar waren die Menschen in erster Linie durch das am Tegelberg anstehende Erz angelockt worden.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.556 Mitwirkenden weltweit.