Marienbrücke, Fußgängerbrücke in Schwangau, Deutschland.
Die Marienbrücke ist ein Stahlsteg über die Pöllatschlucht in Schwangau, unmittelbar hinter Schloss Neuschwanstein. Ihr flacher Gehweg mit beidseitigen Metallgeländern ruht auf einem darunterliegenden Fachwerkträger, der beiderseits im Fels verankert ist. Die Brücke schließt links an einen hohen Spitzturm an und reicht nach rechts; Bäume verdecken Teile ihrer Enden.
Der ursprüngliche Steg wurde 1845 vom König Maximilian II. in Auftrag gegeben, um Wanderern den Zugang zur Schlucht zu ermöglichen. Die heutige Eisenbrücke entstand 1866 und ersetzte die in die Jahre gekommene Holzkonstruktion durch eine dauerhaftere Lösung.
Die Brücke ist nach Marie von Preußen benannt, der Mutter König Ludwigs II., der 1866 den Eisenbau in Auftrag gab. Der Gehbelag stammt aus dieser Zeit, die Träger wurden bei der Restaurierung 1984 erneuert; die Geländer blieben im Original erhalten. Vom Steg blickt man auf den Pöllatfall und die Türme von Neuschwanstein.
Der Zugang erfolgt hauptsächlich über einen Wanderweg, der von Hohenschwangau aus startet und einige Zeit bergauf führt. Es ist sinnvoll, bequeme Schuhe zu tragen und genug Zeit einzuplanen, um die Route ohne Eile zu bewältigen.
Der Steg wurde ohne zusätzliche Stützpfeiler errichtet, was für die Zeit bemerkenswert war und neuen Brückenbau-Methoden entsprach. Diese Technik ermöglichte es, das Bauwerk schwebend über der Schlucht zu platzieren, ohne die Landschaft mit massiven Fundamenten zu belasten.
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