Landhaus Rubinski, Monument am Heiliger See in Potsdam, Deutschland
Landhaus Rubinski ist ein Wohngebäude am Ufer des Heiligen Sees in Potsdam, das eine klare Aufteilung zwischen einem straßenseitigen Innenhof und einem erhöhten Gartenareal besitzt. Hecken und eine Pergola trennen diese beiden Bereiche voneinander ab und rahmen den Blick zum See.
Der wohlhabende Warenhausbesitzer Julius Rubinski ließ dieses Seeufer-Wohnhaus 1912 errichten, das später während der DDR-Zeit in Staatseigentum überging. Der Ort zeugt von der Geschichte einer Familie jüdischen Glaubens, die in der Potsdamer Gesellschaft Erfolg hatte, bevor die Zeit des Nationalsozialismus kam.
Das Haus zeigt, wie wohlhabende Familien in der frühen Neuzeit den Uferraum gestalteten und privaten Raum mit freiem Blick auf das Wasser schufen. Die Lage am See war ein Zeichen von Erfolg und Wohlstand in der Potsdamer Gesellschaft dieser Zeit.
Der Ort liegt direkt am Seeufer und ist vom Wasser aus sichtbar; wer zu Fuß ankommt, sollte beachten, dass die Umgebung ruhig und überwiegend privat ist. Für den Besuch empfiehlt sich warmes Wetter, um die Gärten und den Blick auf den See in vollem Umfang zu genießen.
Der Ort trägt seit 2022 Gedenksteine, die an Paula und Alfred Rothschild erinnern, die hier lebten und während des Zweiten Weltkriegs verfolgt wurden. Diese Steine erzählen von den persönlichen Schicksalen, die mit diesem Haus und dieser Zeit verbunden sind.
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