Kaiserin-Augusta-Stift, Kulturdenkmal in Potsdam, Deutschland.
Das Kaiserin-Augusta-Stift ist ein Gebäudekomplex in Potsdam mit neoromanischen Bauelementen, der mehrere Funktionsbereiche unter einem Dach vereinigte. Die Anlage enthielt einen Speisesaal, Turnhalle, Krankentrakt, Kapelle und Wohnquartiere für ihre Bewohner.
Die Stiftung wurde zwischen 1900 und 1902 errichtet und bot bis zu 80 Waisenmädchen von Offizieren, Geistlichen und Beamten ein Zuhause. Nach dem Zweiten Weltkrieg änderte sich der Ort grundlegend, als er für völlig andere Zwecke genutzt wurde.
Das Kaiserin-Augusta-Stift war ein Ort für Waisenmädchen aus gehobenen Familien, die hier Unterricht und Betreuung erhielten. Diese Funktion prägte das Gebäude als Institution der Fürsorge und zeigt, wie solche Einrichtungen damals das Leben junger Frauen strukturierten.
Das Gebäude kann von außen besichtigt werden und zeigt deutlich seine ursprüngliche Architektur trotz moderner Umnutzung. Die besten Aussichten erhält man von den Straßenseiten, die den gesamten Komplex erfassen.
Von 1945 bis 1994 nutzte der sowjetische Geheimdienst KGB dieses Gebäude als Hauptquartier für seine europäischen Operationen. Diese verborgene Geschichte zeigt, wie das Gebäude nach dem Krieg eine völlig neue Bedeutung erhielt.
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