Gefängnis Leistikowstraße, Kalter-Krieg-Haftanstalt in Potsdam, Deutschland.
Das KGB-Gefängnis ist ein dreistöckiges Gebäude mit 36 Zellen, das die ursprüngliche Struktur einer sowjetischen Haftanstalt bewahrt. Die Räume enthalten noch heute sichtbare Inschriften von Gefangenen, Verhörräume und andere Bereiche, die einen Einblick in den Alltag geben.
Zwischen 1945 und 1991 war das Gebäude eine sowjetische Militärgefängnis, in der deutsche Zivilisten und sowjetische Angehörige gefangen gehalten wurden. Viele Gefangene wurden nach Verhören in die Sowjetunion transportiert, wo ihnen schwere Strafen drohten.
Der Ort funktioniert als Gedenkstätte für die Erlebnisse derer, die hier festgehalten wurden. Die Ausstellungen zeigen persönliche Gegenstände und Fotografien, die die Schicksale einzelner Menschen aus jener Zeit lebendig machen.
Das Museum ist mittwochs bis sonntags geöffnet und bietet Führungen in mehreren Sprachen an. Besucher sollten darauf vorbereitet sein, dass einige Bereiche eng und emotional belastend sein können, daher ist es sinnvoll, sich Zeit für die Erkundung zu nehmen.
Viele der Gefangenen haben Botschaften, Namen oder Symbole in die Zellenwände geritzt oder geschrieben, die bis heute sichtbar sind. Diese fragilen Markierungen bieten einen unmittelbaren Kontakt mit der persönlichen Geschichte von Menschen, die hier festgehalten wurden.
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