Lepsiushaus, Biografisches Museum in Potsdam, Deutschland
Das Lepsiushaus ist ein biografisches Museum in Potsdam, untergebracht in einem wiederhergestellten historischen Gebäude mit gewölbtem Keller in der Straße Große Weinmeisterstraße 45. Es konzentriert sich auf die Dokumentation und Erforschung von Genoziden, besonders der armenischen Geschichte, und bietet Ausstellungen sowie Materialien zur historischen Aufklärung.
Das Gebäude wurde 1772 als Weinmeisterhaus errichtet und später zum Wohnort des deutschen Theologen Johannes Lepsius. Lepsius wirkte von 1908 bis 1926 intensiv daran, die Verfolgung Armenier zu dokumentieren und öffentliche Aufmerksamkeit darauf zu richten.
Das Haus trägt den Namen des Theologen Johannes Lepsius, dessen Arbeit zur Dokumentation armenischer Schicksale hier im Mittelpunkt steht. Besucher sehen Ausstellungen, die zeigen, wie dieser Ort zu einem Zentrum für die Aufarbeitung von Gewaltverbrechen wurde.
Der Zugang zum Museum ist mit den Straßenbahnlinien 92 oder 96 vom Potsdamer Hauptbahnhof bis zur Haltestelle Puschkinallee möglich, von dort aus folgt ein kurzer Fußweg. Das Gelände bietet Parkplätze und ist insgesamt leicht zu erreichen, wobei die Umgebung zu Fuß erkundet werden kann.
Im Park des Museums steht die Marmorskulptur 'Zivilcourage', die eine stille Mahnung für Menschenrechte und die Verantwortung zur Wahrheitsfindung darstellt. Diese Kunstwerk wird von vielen Besuchern übersehen, obwohl es zentral für das Verständnis der Botschaft des Ortes ist.
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