Bokel Castle, Archäologische Stätte in Niedersachsen, Deutschland.
Die Bokeler Burg ist eine ehemalige ovale Ringwallanlage in Bokel, Gemeinde Wiefelstede, Landkreis Ammerland. Die doppelte Wall-Graben-Befestigung umschloss eine Innenfläche von 55 × 65 Metern bei einem Außendurchmesser von 102 Metern; die Wälle bestanden aus Sand mit Plaggenabdeckung, auf dem Innenwall stand eine Palisade. Das Burgtor lag im Nordosten zur Friesischen Heerstraße. Etwa die Hälfte des Ringwalls ist erhalten.
Die ovale Ringwallanlage entstand um 850 n. Chr. nahe der Friesischen Heerstraße und ist die älteste erhaltene Burg des Ammerlands. Eine historische Überlieferung fehlt; eine Ausgrabung im Inneren belegte eine intensive Nutzung vom 9. bis 10. und eine sporadische bis ins 11. Jahrhundert. Anfang des 19. Jahrhunderts war der Wall bereits großenteils eingeebnet, wie die Vermessung durch C.F.A.O. von Negelein um 1831 ergab; 1989 wurde die Doppelwallanlage umfangreich restauriert.
Um die Anlage rankt sich eine Sage: In der Bokeler Burg soll ein Schatz verborgen liegen, von Geistern bewacht und das ganze Jahr unerreichbar. Nur in der Johannisnacht vom 23. auf den 24. Juni erscheint er an der Oberfläche in einer Mulde, um gebleicht zu werden. Wer Erbstahl darüberlegt und kein Wort spricht, kann ihn mitnehmen.
Das Gelände ist ganzjährig für Besucher zugänglich und kann zu jeder Jahreszeit erkundet werden, wobei Schlamm und Nässe in feuchteren Monaten das Betreten erschweren können. Festes Schuhwerk ist empfehlenswert, um sicher über die unebenen Bodenflächen zu gehen.
Der Sage nach liegt in der Bokeler Burg ein von Geistern bewachter Schatz, der das ganze Jahr unerreichbar in der Tiefe ruht; nur in der Johannisnacht vom 23. auf den 24. Juni erscheint er in einer Mulde, um gebleicht zu werden. Wer ererbtes Eisen darüberlegt und schweigt, kann ihn mitnehmen, wie die Erzählung vom Hausmann Gerken berichtet.
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