Pont du Gard, Römische Aquäduktbrücke in Vers-Pont-du-Gard, Frankreich
Der Pont du Gard ist eine römische Aquäduktbrücke aus Muschelkalkstein, die auf drei Ebenen den Gardon bei Vers-Pont-du-Gard überspannt und als Weltkulturerbe eingestuft ist. Die Konstruktion erstreckt sich über eine Länge von 275 Metern und erhebt sich 48 Meter über dem Flussbett, wobei die obere Rinne ursprünglich zur Wasserleitung diente.
Das Bauwerk entstand zwischen 40 und 60 n. Chr., um die Kolonie Nîmes mit Trinkwasser aus den Quellen bei Uzès zu versorgen. Die Brücke war Teil einer 50 Kilometer langen Leitung, die täglich große Mengen Wasser in die Stadt transportierte.
Der Name leitet sich vom lateinischen "pons" für Brücke und dem Fluss Gardon ab, dessen alte Bezeichnung Gard war. Heute kommen Besucher hierher, um an den Ufern zu picknicken, im flachen Wasser zu baden und die Bögen von unten zu betrachten.
Das Gelände ist das ganze Jahr über zugänglich und bietet rollstuhlgerechte Wege zu den Hauptaussichtspunkten. Im Hochsommer bleibt die Anlage bis Mitternacht geöffnet, sodass man die Bögen bei untergehender Sonne oder nach Einbruch der Dunkelheit erleben kann.
Die Steinblöcke wurden ohne Mörtel zusammengefügt und sind bis zu sechs Tonnen schwer. Diese Technik ermöglichte es der Konstruktion, zwei Jahrtausende zu überdauern, wobei die Fugen bis heute präzise aufeinanderliegen.
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