Parc de la Villette, Stadtpark in Pont-de-Flandre, Paris, Frankreich.
Der Parc de la Villette ist ein Stadtpark im Stadtviertel Pont-de-Flandre in Paris, Frankreich, der sich über 55 Hektar erstreckt und durch ein Raster von 35 roten Bauwerken namens Folies gegliedert wird. Diese architektonischen Elemente aus Beton und Aluminiumplatten dienen als Orientierungspunkte und beherbergen Cafés, Ateliers, Kindereinrichtungen oder Aussichtsplattformen.
Im Jahr 1982 gewann der Architekt Bernard Tschumi einen internationalen Wettbewerb mit 470 Teilnehmern, um das ehemalige Großschlachthofareal in einen modernen öffentlichen Raum zu verwandeln. Die Eröffnung erfolgte in mehreren Etappen zwischen 1984 und 1987, wobei die Bauten schrittweise den alten Marktstrukturen wichen.
Der Name Villette erinnert an das alte Dorf Villette aus dem 17. Jahrhundert, das hier einst stand. Heute kommen Einheimische zum Picknicken auf den Wiesen, zum Joggen entlang der Kanäle oder um an Freiluftkonzerten teilzunehmen.
Zwei Metrostationen bedienen das Gelände von verschiedenen Seiten, und die Hauptwege sind flach und breit genug für Rollstühle oder Kinderwagen. Am Ourcq-Kanal kann man Boote mieten, und die Spielplätze verteilen sich über das gesamte Areal, sodass man je nach Interesse verschiedene Bereiche ansteuern kann.
Die roten Folies stehen genau 120 Meter voneinander entfernt und schaffen so ein durchgehendes Orientierungssystem im gesamten Park. Sie gelten als erstes Hauptbeispiel dekonstruktivistischer Architektur in einem öffentlichen Grünraum.
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