Étang de Montady, Mittelalterliches entwässertes Feuchtgebiet in Hérault, Frankreich.
Der Pond of Montady ist ein ehemaliges Sumpfgebiet in der Region Hérault, das durch ein Netzwerk von geraden Kanälen trockengelegt wurde. Diese Kanäle strahlen von einem zentralen Punkt aus und teilen das 420 Hektar große Gebiet in dreieckige Ackerflächen auf.
Der Bischof von Narbonne erteilte 1247 Genehmigung zur Umwandlung des brackigen Sumpfes in Ackerfläche. Mönche und Landbesitzer aus Béziers leiteten dann die großangelegte Entwässerung ein, die mehrere Jahrzehnte andauerte.
Die heutige Nutzung dieser entwässerten Fläche zeigt, wie Landwirtschaft und Wassermanagement über Jahrhunderte eng miteinander verbunden sind. Besucher können die Bedeutung dieser Ingenieurskunst für die lokale Wirtschaft unmittelbar in der sichtbaren Feldstruktur erkennen.
Die beste Aussicht auf das geometrische Muster bietet sich vom Oppidum d'Ensérune, einer archäologischen Stätte auf einer Anhöhe. Von dort aus können Besucher die gesamte Anordnung der Felder überblicken und die Ingenieurskunst verstehen.
Wasser aus diesem Gebiet fließt durch einen Tunnel unter dem Berg Malpas hindurch, um sich später mit dem Canal du Midi zu verbinden. Diese unterirdische Verbindung verbindet das alte Entwässerungssystem mit einem der berühmtesten Kanäle Europas aus dem 17. Jahrhundert.
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