Condé-sur-l’Escaut, französische Gemeinde an der Schelde
Condé-sur-l'Escaut ist eine kleine Stadt in Nordfrankreich an der Grenze, im Arrondissement Valenciennes gelegen. Die Altstadt wird von engen Gassen geprägt, die von Steinbauten aus verschiedenen Jahrhunderten gesäumt sind, darunter ein Rathaus mit markanten Glockenturm und die Kirche Saint-Wasnon im neoklassizistischen Stil.
Die Stadt entstand um das Jahr 1000 als Handelsplatz, nachdem Kanoniker sich dort niederließen. Die Befestigungen wurden Anfang des 12. Jahrhunderts gebaut und später im 17. Jahrhundert von Spanien erneuert, bevor Frankreich 1678 die Kontrolle übernahm und der berühmte Ingenieur Vauban die Verteidigungsanlagen modernisierte.
Der Ort trägt den Namen seiner Lage an der Escaut und war lange Zeit ein Grenzposten mit strategischer Bedeutung. Die Bewohner pflegen bis heute alte Traditionen, etwa den regelmäßigen Markt, wo frische Produkte und lokale Waren verkauft werden, was dem Ort ein vertrautes und lebendiges Gefühl gibt.
Die Altstadt ist leicht zu Fuß zu erkunden, mit engen Gassen, die zum Stadtzentrum und zu den Ruinen der Befestigungen führen. Die Befestigungsanlagen im Norden und Westen bilden heute einen Park, wo Besucher spazieren gehen und die Geschichte vor Ort erleben können.
Seit dem Jahr 2000 führen Archäologen der Universität Amiens Ausgrabungen im Burgbereich durch und enthüllen neue Details aus der mittelalterlichen Vergangenheit. Diese laufende Forschung macht den Ort zu einem aktiven Fenster in die nordfranzösische Grenzgeschichte.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.