Schloss Amboise, Königliches Schloss im Loiretal, Frankreich
Das Château d'Amboise ist eine königliche Residenz auf einem Kalksteinfelsen über dem Fluss Loire im Zentrum der Stadt Amboise. Die Anlage umfasst mehrere Wohntürme mit gotischen Fenstern, eine Kapelle im spätgotischen Stil und zwei spiralförmige Rampen, die Reiter und Kutschen direkt ins obere Stockwerk führten.
Karl VIII. ließ die mittelalterliche Festung ab 1492 zu einer königlichen Residenz im neuen italienischen Stil umbauen und brachte Kunsthandwerker aus Neapel mit. Sein Nachfolger Ludwig XII. setzte die Arbeiten fort, doch das Schloss verlor nach dem 16. Jahrhundert schrittweise seine Bedeutung als Hauptsitz.
François I. machte das Schloss zu einem Ort voller Gelehrter, die sich an italienischen Vorbildern orientierten. Dort trafen sich Künstler aus ganz Europa. In der Kapelle Saint-Hubert liegt die Grabstätte von Leonardo da Vinci, der die Einladung des Königs annahm und sein Leben in Amboise beendete.
Die Anlage liegt im Zentrum der Stadt Amboise und ist zu Fuß vom Ufer der Loire aus erreichbar. Besucher sollten festes Schuhwerk tragen, da viele Wege über Kopfsteinpflaster und Steintreppen führen, und mehrere Treppen zwischen den Ebenen zu bewältigen sind.
Die beiden Wendeltürme mit ihren sanft ansteigenden Rampen wurden so gestaltet, dass Pferde und Kutschen bequem hinauffahren konnten, ohne dass die Tiere absteigen mussten. Vom Wehrgang aus kann man an klaren Tagen Landschaften in vier Départements überblicken, was die strategische Lage der Festung verdeutlicht.
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