Bassin d’Arcachon, Naturbucht in Aquitanien, Frankreich
Die Bucht von Arcachon ist eine dreieckige Meeresbucht in der Region Aquitanien im Südwesten Frankreichs, eingeschlossen zwischen der Halbinsel Cap Ferret im Norden und der Stadt Arcachon im Süden. Bei Flut füllt sich die Bucht mit Atlantikwasser, während bei Ebbe weite Sandflächen und flache Kanäle sichtbar werden.
Das Gebiet war Jahrhunderte lang ein kleiner Fischerhafen, bis Mitte des 19. Jahrhunderts die Eisenbahn aus Bordeaux ankam und wohlhabende Besucher anzog. Die kaiserliche Verwaltung organisierte daraufhin die Küste neu und gründete Badeorte für Erholungssuchende.
Die Namen der Küstenorte rund um das Gewässer stammen oft aus der Gascogne-Sprache und erinnern an alte Fischerfamilien und Pinienwälder. Heute sieht man noch Holzhütten am Ufer, wo Fischer ihre Netze lagern und Austernzüchter ihre Ernte sortieren.
Der Wasserstand ändert sich täglich zweimal stark, daher sollte man die Gezeiten prüfen, bevor man ans Ufer geht oder Bootstouren plant. Die meisten Strände und Anlegestellen sind von den umliegenden Dörfern aus leicht zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichbar.
Auf einer kleinen Insel in der Mitte stehen zwei alte Holzhäuser auf hohen Pfählen, die seit Jahrzehnten im Wasser stehen und ein bekanntes Fotomotiv bilden. Diese Pfahlbauten dienten früher Vogelbeobachtern als Unterschlupf und prägen heute das Erscheinungsbild der gesamten Bucht.
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