Hôtel Grimod de La Reynière, Herrenhaus aus dem 18. Jahrhundert nahe Place de la Concorde, Paris, Frankreich
Das Hôtel Grimod de La Reynière war ein Herrenhaus aus dem 18. Jahrhundert in der Nähe der Place de la Concorde und zeichnete sich durch einen prächtigen Salon mit neoklassizistischen Dekorationen aus, die von archäologischen Funden aus Pompeji und Herkulaneum inspiriert waren. Der Innenraum zeigte eine raffinierten Geschmack in seiner Ausstattung und seinem künstlerischen Dekor.
Das Haus wurde 1775 von Architekt Jean-Benoît-Vincent Barré erbaut und gehörte Laurent Grimod de La Reynière, einem Steuereintreiber aus der Zeit des Siebenjährigen Krieges. Das Gebäude stand etwa 150 Jahre lang, bevor es 1932 abgerissen wurde, um Platz für ein neues Botschaftsgebäude zu schaffen.
Alexandre Grimod de La Reynière, der Erbe des Hauses, begründete Frankreichs erste Restaurantkritiken und veröffentlichte acht Bände des Almanach des Gourmands. Diese Publikationen machten das Haus zu einem Ort, an dem Gastkultur und literarische Reflexion über Essen zusammenkamen.
Heute steht an diesem Ort die Botschaft der Vereinigten Staaten, die von der Metrostation Concorde leicht zu erreichen ist. Der Zugang zur ursprünglichen Villa ist nicht mehr möglich, aber der Platz selbst bleibt ein wichtiger Bezugspunkt in der Pariser Topographie.
Acht dekorierte Holztafeln, die Szenen aus dem Leben des Achilles zeigten, schmückten das Innere des Hauses. Diese Panele wurden 1850 verkauft und befinden sich heute im Victoria and Albert Museum in London.
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