Chapelle expiatoire, Religiöses Denkmal im 8. Arrondissement, Paris, Frankreich
Die Chapelle Expiatoire ist ein Gedenkgebäude im 8. Arrondissement von Paris und wurde im neoklassischen Stil zwischen 1815 und 1826 errichtet. Das Innere prägt eine zentrale Kuppel, weiße Marmorskulpturen und eine in den Untergrund führende Krypta.
König Ludwig XVIII. ließ diese Kapelle nach den Hinrichtungen von Ludwig XVI. und Marie Antoinette während der Französischen Revolution an deren Begräbnisstätte errichten. Die Fertigstellung dieses Gedenkorts symbolisierte die Versöhnung mit der Vergangenheit nach der Restauration der Monarchie.
Die beiden Marmorstatuen im Innern zeigen Ludwig XVI., der von einem Engel zum Himmel geleitet wird, und Marie Antoinette, die von der Religion unterstützt wird. Diese Darstellungen spiegeln die katholische Verehrung wider, die diesem Ort gewidmet ist.
Die Kapelle ist für Besucher dienstags bis samstags geöffnet und erfordert nur kurze Wartezeiten bei der Ankunft. Der Ort ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln leicht zu erreichen und liegt in einem ruhigen Viertel neben einem kleinen Platz.
Archäologen entdeckten unter dem Gelände vier hölzerne Ossitäten, die die Überreste von mindestens 500 Menschen enthalten, die während der Französischen Revolution hingerichtet wurden. Diese Fund zeigt, dass der Ort eine weit komplexere Geschichte hat als nur die königliche Bestattung.
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