Kassationshof, Oberster Gerichtshof beim Justizpalast, Paris, Frankreich
Die Kassationsgerichtshof nimmt ein weitläufiges Gebäude an der Seine ein, das nach den Grundsätzen klassischer französischer Architektur errichtet wurde. Das Innere verfügt über hohe Decken, breite Korridore und Räume, in denen mündliche Verhandlungen stattfinden.
Das Gericht entstand im November 1790 durch ein Dekret der verfassunggebenden Versammlung, das eine zentrale Stelle zur Vereinheitlichung der Rechtsprechung schaffen sollte. Die erste Sitzung fand im darauffolgenden Jahr in Paris statt, und das System wurde seitdem mehrfach angepasst.
Die Einrichtung überwacht, dass die Gerichte im ganzen Land das Gesetz einheitlich auslegen und anwenden. Die Urteile schaffen damit Präzedenzfälle, die Anwälte und Richter täglich nutzen.
Das Gebäude befindet sich an der Quai de l'Horloge nahe der Île de la Cité und ist über die Metrostationen Cité oder Saint-Michel erreichbar. Die Verhandlungen sind nicht immer öffentlich, daher empfiehlt sich vorab eine Nachfrage.
Die Richter hier verhandeln niemals über Tatsachen, sondern prüfen nur, ob vorinstanzliche Gerichte Gesetze korrekt ausgelegt haben. Ihre Roben unterscheiden sich von denen anderer französischer Richter durch einen speziellen Schnitt und rote Verzierungen.
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