Wald von Fontainebleau, Geschützter Nationalwald in Seine-et-Marne, Frankreich
Der Forst von Fontainebleau ist ein Staatswald in Seine-et-Marne in Frankreich und erstreckt sich über etwa 10.000 Hektar mit Eichen, Buchen, Kiefernhainen und offenen Lichtungen, die von Sandsteinfelsen durchsetzt sind. Die Wege führen durch mehrere Zonen mit unterschiedlicher Vegetation, von dichtem Unterholz bis zu lichten Gebieten mit freiliegenden Felsformationen.
Französische Könige jagten hier seit dem 12. Jahrhundert und errichteten Unterkünfte im Wald, wobei François I. im 16. Jahrhundert ein formelles System zur Bewirtschaftung der Bäume und Wege einführte. Die Region wurde 1861 zum ersten ausgewiesenen Naturschutzgebiet der Welt, nachdem sich Künstler und Wanderer für den Erhalt der Landschaft eingesetzt hatten.
Claude-François Denecourt erhielt während seiner Arbeit in diesem Wald den Spitznamen "Sylvain" und schuf ein System farbig markierter Wanderwege, das bis heute Besucher leitet. Die französischen Kletterer benutzen seit Generationen die Sandsteinblöcke zwischen den Bäumen für das Training, bevor sie in die Alpen aufbrechen, und haben eigene Namen für Hunderte von Bouldern vergeben.
Der Wald liegt etwa 60 km südöstlich von Paris und ist über mehrere Eingänge zugänglich, die jeweils zu unterschiedlichen Abschnitten und Landschaftsformen führen. Die Hauptwege sind das ganze Jahr über begehbar, während einige Pfade durch Felsen und Unterholz bei nassem Wetter rutschig werden können.
Die Denecourt-Tafeln aus dem 19. Jahrhundert stehen noch immer an verschiedenen Punkten im Wald und tragen Gedichte und Texte, die Wanderern helfen sollten, sich zu orientieren und die Natur zu betrachten. Viele Felsbrocken tragen eingravierte Namen oder Zeichen, die von Kletterern im Laufe der Jahrzehnte angebracht wurden, um ihre bevorzugten Routen zu markieren.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.