Regionaler Naturpark Brenne, Regionaler Naturpark in Indre, Frankreich
Der Regionalpark Brenne ist ein Schutzgebiet im Département Indre in Zentralfrankreich, das sich über sanfte Hügel und Ebenen erstreckt, die von einem dichten Netz aus Wasserflächen durchzogen sind. Die Landschaft besteht aus niedrigen Wäldern, Heideflächen und offenen Wiesen, die sich zwischen den vielen Teichen unterschiedlicher Größe ausbreiten.
Die Ausweisung als Regionalpark erfolgte zu Beginn der 1980er Jahre, um die traditionelle Teichwirtschaft und die Feuchtgebiete vor Trockenlegung zu bewahren. Das Gebiet gehörte früher teils zur Provinz Berry und teils zur Touraine, und viele der Teiche wurden bereits im 12. Jahrhundert von Mönchen angelegt.
Der Name Brenne stammt von einem keltischen Wort für feuchte Moorlandschaften, und heute sieht man überall Fischzucht in flachen Teichen, die seit dem Mittelalter bewirtschaftet werden. Kleine Dörfer aus Backstein und Fachwerk stehen zwischen den Wasserflächen, und die Bewohner pflegen noch immer das Ablassen der Teiche im Herbst, um Karpfen zu ernten.
Besucher finden markierte Wege für Spaziergänge entlang der Teichufer und durch Wälder, und manche Routen eignen sich auch zum Radfahren oder Reiten. Die beste Zeit für Vogelbeobachtung ist von September bis November, wenn Zugvögel rasten, und im Frühjahr, wenn Brutvögel zurückkehren.
Im Herbst ziehen Tausende Kraniche über den Park und rasten oft mehrere Tage an den größeren Teichen, was ein lautes und beeindruckendes Schauspiel ergibt. Die Population europäischer Sumpfschildkröten gehört zu den größten in Westeuropa, und manchmal sieht man die Tiere auf Baumstämmen oder Steinen am Uferrand sonnenbaden.
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