Roche de la Muzelle, Berggipfel in Isère, Frankreich
Die Roche de la Muzelle ist ein 3.465 Meter hoher Gipfel im westlichen Teil des Massif des Écrins und schon von Weitem als Orientierungspunkt am Eingang des Oisans sichtbar. Die Nordseite bildet eine Pyramide; im Winter zeichnet ein Schattenspiel an einer Felswand das „Auge der Muzelle“, im Sommer zwei senkrechte Felshalbkreise. Ein Gletscher liegt an der Nordwestwand über dem Auge, und der Gipfel überragt die Täler Muzelle, Lanchâtra und Valsenestre.
Die Erstbegehung des Nordostgrats, des Normalwegs, gelang am 2. Juli 1875 William Auguste Coolidge mit Christian und Ulrich Almer. Der Nordwest-Couloir wurde am 27. September 1969 von Éric Durdan und Stéphane Moreau durchstiegen, der Zentral-Couloir (Schwierigkeit D) am 26. Juni 1973 von Éric und Yves Durdan.
Der Gipfel trägt den Namen des Tals und des Sees La Muzelle unter seiner Nordwestwand und gab der Avenue de la Muzelle, der Hauptstraße von Les Deux Alpes, ihren Namen. Von dieser Straße aus sind die Pyramidenform des Berges und sein „Auge“ gut zu erkennen: im Winter ein Schattenspiel an einer Felswand, im Sommer zwei senkrechte Felshalbkreise.
Der Aufstieg startet von einer Berghütte in etwa 2.115 Metern Höhe, von wo aus man auf Grashalden und später auf dem Gletschereis aufsteigt. Die beste Zeit zum Klettern liegt zwischen Sommer und frühem Herbst, wenn die Gletscher stabiler und die Bedingungen sicherer sind.
Von der Avenue de la Muzelle in Les Deux Alpes aus rahmt die Pyramidenform des Gipfels sein „Œil“ ein: ein Schattenspiel an einer Felsschräge, das im Sommer zwei senkrechte Halbkreise bildet. Ein Gletscher liegt an der Nordwestwand über dem Œil de la Muzelle.
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