Théâtre Le Ranelagh, Historisches Theater im 16. Arrondissement, Paris, Frankreich
Das Théâtre Le Ranelagh ist ein historisch eingestuftes Theater im 16. Arrondissement von Paris, untergebracht in einem Saal mit geschnitzten Eichenholzvertäfelungen und einer Decke mit einundzwanzig hölzernen Kassettenfeldern. Der Zuschauerraum fasst rund 400 Sitzplätze und bewahrt das handwerkliche Erscheinungsbild vergangener Epochen.
Das Gebäude geht auf einen privaten Musiksaal zurück, der 1755 im Schloss von Boulainvilliers errichtet wurde, wo Persönlichkeiten wie Rousseau und Voltaire verkehrten. Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurde es schrittweise in ein öffentliches Theater umgewandelt und empfängt seitdem regelmäßig Zuschauer.
Der Name Ranelagh stammt von einem berühmten Vergnügungsgarten in London aus dem 18. Jahrhundert, der damals als Treffpunkt der feinen Gesellschaft galt. Heute sitzen die Zuschauer in einem Saal, dessen geschnitzte Holzvertäfelungen und kassettierte Decke diesen gehobenen Geist noch spürbar machen.
Das Theater liegt im ruhigen Wohnviertel Ranelagh im 16. Arrondissement, gut erreichbar mit der Metro. Es lohnt sich, die Aufführungen im Voraus zu buchen, da der Saal eine begrenzte Kapazität hat und beliebte Vorstellungen oft ausgebucht sind.
Die geschnitzten Holzskulpturen und Zierleisten im Inneren wurden in Belgien gefertigt und vom Architekten Alban Chambon zusammen mit dem Mäzen Louis Mors bei einer umfassenden Renovierung eingebaut. Solche Handwerkstechniken vom europäischen Festland sind in einem Pariser Theater nur selten zu finden.
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