Rotomagus amphitheatre, Römisches Amphitheater in Rouen, Frankreich
Das Rotomagus-Amphitheater war ein großes Bauwerk aus Stein mit ovaler Form, das Zuschauerplätze in mehreren Reihen anbot. Die Struktur nutzte das natürliche Gelände und umfasste unterirdische Kammern sowie Zugänge, die es Tausenden ermöglichten, schnell ein- und auszutreten.
Das Bauwerk entstand Ende des 2. Jahrhunderts, als Rouen ein wichtiges römisches Zentrum war. Nach einer langen Existenz wurde es 1204 bei der Eroberung der Stadt durch König Philipp II. Augustus teilweise zerstört, um die Fundamente für eine neue Festung zu nutzen.
Der Ort war im Römischen Reich ein Zentrum für Gladiatorenkämpfe und öffentliche Spiele, die die Bevölkerung zusammenbrachten. Noch heute erinnern die Straßennamen und die Position der nahe gelegenen Gebäude an die Bedeutung dieses früheren Vergnügungsortes in der Stadtlandschaft.
Der Ort befindet sich im Zentrum Rouens zwischen mehreren historischen Gebäuden und ist daher zu Fuß leicht erreichbar. Da die Überreste unter der Erde liegen, gibt es dort wenig zu sehen, weshalb es sinnvoll ist, die nahegelegenen Museen zu besuchen, um mehr über die Geschichte zu erfahren.
Eine unterirdische Wasserquelle namens Gaalor speiste das Bauwerk mit Wasser und ermöglichte die Reinigung und Versorgung der Zuschauer. Diese natürliche Ressource war so wertvoll, dass sie später auch die neue Festung versorgte, als diese auf den Ruinen errichtet wurde.
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