Fort de Lenlon, Militärfestung in Névache, Frankreich
Das Fort de Lenlon ist ein Infanteriewerk aus Bruchsteinmauerwerk auf der Crête de Lenlon, Gemeinde Névache in den Hautes-Alpes, auf 2.508 m. Sein halbzylindrischer, gezinnter Turm wölbt sich nach Südosten, mit einem rückwärtigen Anbau, einem Flachdach mit umlaufender Brustwehr und engen Schießscharten. Ein Metallgitter läuft am Mauerfuß entlang. Jede Etage nahm etwa vierzig Mann auf.
Die Festung wurde zwischen 1890 und 1893 erbaut und war Teil des Dauphiné-Befestigungssektors innerhalb der südöstlichen Maginot-Linie. Sie entstand in einer Zeit, als Frankreich seine Bergverteidigungen modernisierte, um potenzielle Bedrohungen von der italienischen Grenze abzuwehren.
Die halbzylindrische, mit Zinnen versehene Form brachte dem Fort den Spitznamen „Boyard haut-alpin“ ein, nach der Festung aus der Fernsehshow Fort Boyard. Seit den 1960er-Jahren ist es Privateigentum; nach dem Zweiten Weltkrieg nutzte ein Schäfer das Gebäude. Besucher sehen nur das Äußere, das Innere ist in der Regel nicht zugänglich.
Der Zugang erfolgt über einen Wanderweg, der vom Parkplatz Plampinet startet und eine Höhendifferenz von etwa 1100 Metern überwindet. Die Wanderung dauert mehrere Stunden und verläuft auf bergigen Pfaden, daher sind gutes Schuhwerk und Ausdauer notwendig.
Das Flachdach des Forts ist nicht mit einer schützenden Erdschicht bedeckt, anders als andere Befestigungen der Gegend. Seine geschwungene, gezackte Form brachte ihm den Spitznamen „Boyard haut-alpin“ ein, nach dem Seefort Boyard. Seit den 1960er Jahren ist es Privateigentum; nach dem Zweiten Weltkrieg nutzte ein Hirte das Gebäude.
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