Ouvrage Col du Granon, Alpenlinie-Befestigung in Val-des-Prés, Frankreich
Das Ouvrage Col du Granon ist eine Befestigungsanlage auf 2329 Metern Höhe mit drei Hauptstrukturen: einem Eingangsblock, einem Infanterieblock und einem Beobachtungsblock mit Blick auf die umliegenden Täler. Die Anlage verfügt über Maschinengewehrstellungen mit Doppel-Reibel-Ausführungen, Betonverstärkungen und spezialisierte Lüftungssysteme für lange Einsätze.
Die Anlage wurde zwischen 1939 und 1940 als Erweiterung der Maginot-Linie gebaut und sollte die Region Briançon während des italienischen Angriffs auf Frankreich schützen. Sie war ein wichtiger Bestandteil der französischen Verteidigungsstrategie in dieser kritischen Phase des Zweiten Weltkriegs.
Die Anlage zeigt französische Militärarchitektur der 1930er Jahre durch ein Netzwerk unterirdischer Gänge, die verschiedene Verteidigungsstellungen und Beobachtungspunkte verbinden und die damalige Bauweise widerspiegeln.
Die Anlage liegt auf großer Höhe und ist nur während der wärmeren Monate zugänglich, wenn Schnee und Eis geschmolzen sind. Besucher sollten mit fester Ausrüstung, wetterfester Kleidung und guter körperlicher Kondition kommen, da der Aufstieg anspruchsvoll und der Weg exponiert ist.
Die Besatzung bestand aus etwa 70 Soldaten des 82. Alpenbataillons, die bis Februar 1940 dort stationiert waren, bis extremes Wetter einen Großteil der Truppe zur Evakuierung zwang. Diese Räumung zeigt, wie hart die Bedingungen in dieser hochalpinen Position waren.
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