Fort de Lenlon, Militärfestung in Névache, Frankreich
Das Fort de Lenlon ist eine Infanteriefestung in den französischen Alpen auf einer Höhe von 2500 Metern mit halbrunder Steinstruktur und 48 in die Mauern integrierten Schießscharten. Das Bauwerk bestand aus zwei Ebenen, die jeweils etwa vierzig Soldaten aufnehmen konnten, mit separaten Bereichen für Offiziersunterkünfte, Küchen und Wasserspeicherung.
Die Festung wurde zwischen 1890 und 1893 erbaut und war Teil des Dauphiné-Befestigungssektors innerhalb der südöstlichen Maginot-Linie. Sie entstand in einer Zeit, als Frankreich seine Bergverteidigungen modernisierte, um potenzielle Bedrohungen von der italienischen Grenze abzuwehren.
Der Name "Alpine Boyard" wird von Besuchern mit der markanten Lage und Architektur verbunden, die französische Militäringenieurkunst des 19. Jahrhunderts widerspiegelt. Die Stein- und Schießschartenkonstruktion zeigt, wie Militärplaner dieser Zeit Berggipfel zur Verteidigung nutzten.
Der Zugang erfolgt über einen Wanderweg, der vom Parkplatz Plampinet startet und eine Höhendifferenz von etwa 1100 Metern überwindet. Die Wanderung dauert mehrere Stunden und verläuft auf bergigen Pfaden, daher sind gutes Schuhwerk und Ausdauer notwendig.
Die Festung wurde in großer Höhe gebaut, wo Wasser durch natürliche Quellen und geschmolzenen Schnee knapp war, doch die Planer integrierten ein ausgefeiltes Wasserspeichersystem in die Mauern. Dieses System zeigt, wie Ingenieure damals Lösungen für extreme Bergbedingungen schaffen mussten.
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