Grand Bé, Gezeiteninsel bei Saint-Malo, Frankreich
Grand Bé ist ein Felseneiland vor Saint-Malo, das durch einen Damm vom Festland zu erreichen ist, sobald die Flut niedrig genug ist. Das Eiland erhebt sich mit alten Befestigungen und Überresten von Gebäuden, die von seiner militärischen Vergangenheit zeugen, und bietet einen Blick auf die Ummauerte Stadt und die benachbarte Festung.
Die Insel war lange Zeit eine wichtige Wehranlage und erhielt während des Zweiten Weltkriegs Geschützstellungen der deutschen Besatzer. Amerikanische Luftangriffe 1944 zerstörten Teile dieser Festungsanlagen, und die Insel wurde danach mit der Zeit von dieser kriegerischen Vergangenheit geprägt.
Der Schriftsteller François-René de Chateaubriand ist auf der Insel begraben, sein schlicht markiertes Grabmal liegt am Rand des Eilands und blickt über das Meer. Die Insel hat sich damit zu einem Ort entwickelt, wo Besucher die Gedankenwelt eines bedeutenden französischen Autors spüren können.
Der Zugang zur Insel hängt von den Gezeitenverhältnissen ab, daher sollte man sich vorher über die Tidenwechsel informieren, um sicher hinüber und wieder zurück zu kommen. Bei Hochwasser ist der Damm überflutet, und Besucher sollten festes Schuhwerk und ausreichend Zeit vor dem nächsten Flutanstieg einplanen.
Auf der Insel stehen die Überreste der Kapelle Notre-Dame des Lauriers, ein alter religiöser Ort, dessen Fundamente noch sichtbar sind. Von dieser Stelle aus lassen sich die Mauern der Stadt und die benachbarte Petit-Bé-Festung besonders gut beobachten, was den Blick auf die gesamte Verteidigungsanlage der Region eröffnet.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.