Saint-Malo, Befestigte Hafenstadt in der Bretagne, Frankreich
Saint-Malo ist eine ummauerte Küstenstadt in der Bretagne am Ärmelkanal, die von massiven Granitbefestigungen umgeben wird. Die engen Gassen der Altstadt führen zu kleinen Plätzen mit Steinhäusern, während Türme und Bastionen die Umrisse der historischen Siedlung markieren.
Ein Kloster aus dem 6. Jahrhundert gab der Siedlung ihren Namen und entwickelte sich später zu einem befestigten Hafen. Freibeuter operierten ab dem 16. Jahrhundert von hier aus und führten Kaperfahrten gegen englische Handelsschiffe durch, was der Stadt Wohlstand und militärische Bedeutung brachte.
Einheimische nennen die Bewohner "Malouins" und pflegen eine lange Seefahrertradition, die sich noch heute in den Restaurants und Fischmärkten zeigt. Fischer kehren morgens mit frischem Fang zurück und verkaufen ihn direkt am Hafen, wo Besucher den Alltag der Küstenbewohner erleben.
Ein Spaziergang entlang der Stadtmauer dauert etwa eine Stunde und bietet Ausblicke auf das Meer und die umliegenden Inseln. Bei Niedrigwasser kann man zu Fuß bis zu den vorgelagerten Forts gehen, allerdings sollte man die Gezeiten genau beobachten, um nicht vom steigenden Wasser überrascht zu werden.
Die gesamte Altstadt wurde nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg originalgetreu mit alten Techniken wieder aufgebaut. Steinmetze verwendeten dabei dieselben Granitsteinbrüche wie beim ursprünglichen Bau, sodass die Häuser heute kaum von den historischen Originalen zu unterscheiden sind.
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