Hôtel Montescot, Stadtpalais in Chartres, Frankreich
Das Hôtel Montescot ist ein Adelssitz des 17. Jahrhunderts zwischen Hof und Garten, mit einem Hauptgebäude und zwei Seitenflügeln von je drei Ebenen. Zur Straße schließt eine Mauer mit monumentalem Portal den Hof: ein Rundbogen aus abwechselnden Ziegel- und Steinquadern, flankiert von dorischen Halbsäulen und bekrönt von einem Volutenfronton mit Wappen. Hinter der Mitteltür führt eine als Tonne aus Ziegel und Stein gewölbte Treppe mit durchlaufendem Handlauf empor.
Jean de Montescot, Verwalter des Herzogtums Chartres, gab den ursprünglichen Bau 1546 in Auftrag. Nach schweren Schäden in den Religionskriegen ließ sein Sohn Claude de Montescot ihn im neoklassizistischen Stil wieder errichten; fertiggestellt wurde er 1614. Nach Claudes Tod 1625 verkaufte sein Sohn Jacques das Haus an die Ursulinen von Saumur, die dort eine Schule für arme Mädchen einrichteten; ab 1761 diente es den Töchtern der Vorsehung als Waisenhaus. 1792 vom Staat beschlagnahmt, kaufte die Stadt Chartres es 1824 als Rathaus.
Der Name erinnert an Claude de Montescot, der das Haus in den 1610er Jahren errichtete; seine Büste, gerahmt von zwei geflügelten Genien in einem Bogen aus Backstein, krönt die mittlere Hoftür. Die Ursulinen richteten hier 1625 eine Schule für arme Mädchen ein, ab 1761 führten die Töchter der Vorsehung ein Waisenhaus.
Das Gebäude funktioniert heute als Rathaus von Chartres mit administrativen Büros und Zeremonienräumen für städtische Funktionen und Hochzeiten. Besucher sollten beachten, dass der Zutritt begrenzt sein kann, da es sich um einen aktiven Verwaltungssitz handelt.
Die Büste über der mittleren Tür des Hofes zeigt Heinrich IV., gerahmt von zwei auf Voluten sitzenden geflügelten Genien in einem halbrunden Feld. Dasselbe Schema wiederholt sich am Straßenportal, wo ein gemeißeltes Wappen zwischen den Voluten eines gebrochenen Rundgiebels sitzt.
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