Labyrinth von Chartres, Mittelalterliches Kirchenlabyrinth in der Notre-Dame de Chartres, Frankreich.
Das Chartres-Labyrinth ist ein Wegemuster aus Stein auf dem Boden der Kathedrale Notre-Dame, das sich in eine komplizierte Abfolge von Kurven und Wendungen aufteilt. Die Wege bilden zusammen ein großes, rundes Muster, das den gesamten Navenraum ausfüllt.
Das Labyrinth entstand im frühen 13. Jahrhundert als eines der ersten großen Designelemente der gotischen Kathedrale, die damals gerade im Bau war. Seine Anlage zeigt, dass solche spirituellen Wege von Anfang an in das neue Architekturkonzept gehörten.
Das Labyrinth dient Besuchern heute als Ort der inneren Einkehr, wo man zu Fuß die gewundenen Wege gehen kann und dabei die spirituelle Bedeutung des Ortes spürt. Die verschlungenen Pfade laden dazu ein, in einem eigenen Rhythmus voranzuschreiten und sich Zeit für Gedanken zu nehmen.
Du kannst das Labyrinth zu Fuß betreten und in deinem eigenen Tempo durchlaufen, wobei das Muster auf dem Boden dich leitet. Beachte, dass es manchmal für Gottesdienste gesperrt sein kann, daher ist es hilfreich, vorher nachzufragen oder zu zeitigen Besuchszeiten zu kommen.
Der Rosettenfenster-Mittelpunkt an der Fassade der Kathedrale richtet sich exakt mit dem Mittelpunkt des Bodenlabyrinths aus, wenn man die große Fensterform auf den Boden projiziert. Diese geometrische Verbindung zeigt eine überraschend genaue Planung zwischen verschiedenen Teilen des Gebäudes.
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