Hôtel de Clermont, Privatpalais im 7. Arrondissement von Paris, Frankreich.
Das Hôtel de Clermont ist ein privates Herrenhaus im 7. Arrondissement von Paris mit klassischen französischen Stilmerkmalen wie behauenen Steinwänden, großen Fenstern und einer symmetrisch angelegten Fassade über mehrere Geschosse. Der Bau zeigt die Handwerkstechniken und proportionalen Ideale des 18. Jahrhunderts in seiner äußeren Gestalt.
Der von 1708 bis 1714 nach Plänen von Jean-Baptiste Alexandre Le Blond für die Marquise de Saissac errichtete Bau zählt zu den ältesten Stadtpalais des Faubourg Saint-Germain. 1769 ging er an den Sammler Grimod d'Orsay, der die Innenräume von Jean Augustin Renard neu ausstatten ließ. 1789 als Nationalgut beschlagnahmt, wurde er 1838 von Louis Visconti restauriert, der ein Geschoss aufstockte und den gedeckten Säulenumgang am Hof hinzufügte. Seit 1948 gehört er dem Staat und beherbergt das Ministerium für die Beziehungen zum Parlament.
Das Hôtel de Clermont zeigt die Art, wie wohlhabende Pariser Familien ihre Residenzen gestalteten und nutzten, um im Zentrum der Macht präsent zu bleiben. Die Architektur spiegelt die Lebensweise und Ambitionen einer gesellschaftlichen Schicht wider, die Nähe zu Regierungsinstitutionen suchte.
Das Gebäude ist privat und der Zugang zum Inneren erfordert vorherige Vereinbarung, da es zwar unter Denkmalschutz steht, aber keine regulären Besichtigungen angeboten werden. Von außen lässt sich die Fassade von der Straße aus betrachten, wo man die architektonischen Details erkennen kann.
Eine am 6. Februar 2014 vom Minister Alain Vidalies eingeweihte Wand zeigt die Porträts aller Minister für die Beziehungen zum Parlament seit 1943, dem Jahr der Schaffung dieses Ressorts. Seit 1948, als das Gebäude Staatseigentum wurde, ist dort dieses Ministerium untergebracht.
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