Hôtel de Chanaleilles, Privatpalais im 7. Arrondissement von Paris, Frankreich
Das Hôtel de Chanaleilles liegt in der Rue de Chanaleilles Nr. 2, an der Ecke zur Rue Vaneau im 7. Arrondissement. Zur Straße hin durchbricht ein hohes grünes Doppeltor unter einem geschwungenen Giebel mit der Aufschrift „HOTEL DE CHANALEILLES“ eine weiße Mauer. Der niedrige, langgestreckte Bau für Empfänge wird über einen halbrunden Vorraum betreten, dessen Boden Emilio Terry mit einer Rosette aus Marmoreinlegearbeit schmückte und der zum Antikenkabinett führt.
Das Haus wurde um 1770 vom Marquis de Barbançon erbaut und wechselte danach mehrfach seinen Besitzer, darunter die Fürsten von Chimay und die Grafen von Naléche. In der Mitte des 20. Jahrhunderts erwarb der griechische Reeder Stavros Niarchos das Anwesen und ließ in den 1960er Jahren einen modernen Anbau errichten, während die historischen Elemente bewahrt wurden.
Das Hôtel trägt die Namen der Familien, die es nacheinander besaßen: der Marquis de Barbençon, der Fürsten von Chimay und der Grafen von Naléche, deren Namen es seit 1840 behält. Madame Tallien, geborene Thérésia de Cabarrus, empfing hier bis zu 80 Personen. Im linken Flügel stammt ein Boudoir mit weißer Holzvertäfelung und Zierlinien in drei Goldtönen aus einem Kabinett des Palais Paar in Wien, in dem Marie-Antoinette per procurationem heiratete.
Das Gebäude ist von außen sichtbar und lässt sich zu Fuß erreichen, liegt aber in einer ruhigen Wohngegend des siebten Bezirks. Da es sich um eine private Residenz handelt, ist der Zugang zum Inneren begrenzt und nur unter besonderen Umständen möglich.
Das kreisförmige Badezimmer mit schwarzem Marmorbassin stammt aus dem Jahr 1799 und ist ein ungewöhnliches Beispiel für die innovativen Badezimmer-Designs dieser Zeit. Diese raffinierte Installation zeigt den damaligen Fokus auf moderne Annehmlichkeiten in aristokratischen Häusern.
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