Jardin des Grands-Explorateurs Marco-Polo et Cavelier-de-la-Salle, Öffentlicher Garten im 6. Arrondissement, Frankreich
Der Jardin des Grands-Explorateurs Marco-Polo et Cavelier-de-la-Salle ist eine Grünanlage im 6. Arrondissement von Paris, gegliedert in geometrische Rasenflächen, die von niedrigen Hecken und gepflasterten Wegen gesäumt werden. Entlang der Wege stehen hohe dunkle Steinsäulen mit hellen Steinstatuen sowie Sockel mit gemeißelten Köpfen. Im Vordergrund erhebt sich ein bronzefarbenes aufbäumendes Pferd über einem Steinbecken, an dessen Basis und Rand kleinere Bronzefiguren stehen; Bänke, ein Metallzaun und Baumreihen ergänzen den Garten.
Das Gartengrundstück entstand in der Mitte des 19. Jahrhunderts als öffentlicher Raum in diesem dicht bebauten Stadtviertel. Die zentrale Brunnenanlage wurde kurz darauf fertiggestellt und hat sich seitdem als eines der bekannten Denkmäler des Viertels behauptet.
Der Garten ehrt Marco Polo (1254–1324) und René-Robert Cavelier de La Salle (1643–1687). Stammgäste nennen ihn „petit Luco“, weil er den Jardin du Luxembourg jenseits der Place André-Honnorat fortsetzt. Zwei Wege tragen die Namen der Widerstandskämpferin Denise Vernay und der Politikerin Nicole Fontaine.
Der Garten liegt zwischen der place Ernest-Denis und der avenue de l'Observatoire; erreichbar mit der Métrolinie 4 an der Station Vavin oder dem RER B am Bahnhof Port-Royal. Er ist zu festgelegten Zeiten geöffnet. Im Garten stehen Bänke, ein Spielplatz, Sandkästen, Fitnessgeräte, Tischtennisplatten, Trinkwasserstellen und ein Hundebereich.
Der Brunnen Fontaine des Quatre-Parties-du-Monde (1875) stammt von Gabriel Davioud, die Skulpturen von Jean-Baptiste Carpeaux und Emmanuel Frémiet. Carpeaux' vier Figuren verkörpern Europa, Asien, Afrika und Amerika, die sich um einen von Kindern getragenen Globus drehen. 1959 war der Garten einer der Schauplätze der sogenannten Observatoriums-Affäre.
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