Jardin des Plantes de Lille, Städtischer botanischer Garten in Lille, Frankreich
Der Jardin des Plantes de Lille ist ein städtischer botanischer Garten von knapp 11 Hektar, 1948 vom Architekten Jean Dubuisson und dem Landschaftsgärtner Jacques Marquis auf den alten Befestigungen zwischen Porte de Douai und Porte d'Arras angelegt. Seine Mittelachse im französischen Stil verbindet Becken, einen in konzentrischen Terrassen ansteigenden Rosengarten und einen Art-déco-Peristyl, während die botanischen Quartiere über 1.500 nach Familien geordnete Pflanzen zeigen. Das 1970 von Jean-Pierre Secq erbaute Äquatorialgewächshaus ist 1.200 m2 groß, acht Meter hoch und beherbergt rund 12.000 Tropenpflanzen.
Der Garten wurde 1948 gegründet und knüpft an eine lange Tradition städtischer Gärten an, die bis 1596 zurückreicht. Diese Kontinuität hat wissenschaftliche und pädagogische Aufgaben über die Jahrzehnte hinweg geprägt.
Der Garten ist ein Ort, wo Besucher verschiedene Pflanzenarten aus der ganzen Welt entdecken und verstehen können, wie sie zusammenhängen. Die Anordnung nach geografischen Regionen lädt dazu ein, die Vielfalt der Natur hautnah zu erleben.
Der Garten ist täglich ohne Eintritt zugänglich und bietet für alle Besucher einen freien Zugang zu den Wegen und Sammlungen. Mit Sitzbereichen, Wegen durchs Tropenhaus und den botanischen Sammlungen rund um den See gibt es ausreichend Zeit, um alles zu erkunden.
Das Gelände beherbergt auch eine Sternwarte, die einen wissenschaftlichen Fokus über die Botanik hinaus bietet. Diese Kombination von Garten und Astronomie macht es zu einem ungewöhnlichen Ort für verschiedene Arten von Erkundungen.
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