Lac de Malpasset, reservoir in France
Das Stausee Malpasset ist ein künstlicher See, der 1954 hinter einem modernen Bogenstaudamm entstand und sich über etwa zwei Quadratkilometer erstreckt. Der See war etwa 4 Kilometer lang und speicherte bis zu 50 Millionen Liter Wasser mit einer Tiefe von etwa 50 Metern.
Der Staudamm wurde in den frühen 1950er Jahren gebaut und sollte die Bewässerung und Wasserversorgung unterstützen, aber sein Bau beruhte auf unvollständigen geologischen Studien. Am 2. Dezember 1959 führten heftige Regenfälle zu einem schnellen Anstieg des Wassers und der Damm brach plötzlich, was eine der größten französischen Zivilkatastrophen des 20. Jahrhunderts verursachte.
Der Name Malpasset stammt aus alter Zeit, als die enge Passage durch Raubüberfälle berüchtigt war. Heute erinnert dieser historische Name an die gefährliche Vergangenheit des Ortes, bevor der Staudamm gebaut wurde.
Das Gelände ist heute für Besucher zugänglich und bietet Wanderwege entlang des Flussbettes und der Ruinen. Die Landschaft ist überwiegend felsig mit Hügeln aus Gneis, daher sollten festes Schuhwerk und Wasser mitgenommen werden.
Die Ruinen des Dammes zeigen noch heute massive Betonblöcke, die von der gewaltigen Flut bei Geschwindigkeiten von über 70 Stundenkilometern mitgerissen wurden. Diese verstreuten Blöcke bilden eine stumme Erinnerung an die unerwartete Kraft des Wassers, das nur 20 Minuten brauchte, um Fréjus zu erreichen.
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