Mont Tournier, Berggipfel in Savoyen, Frankreich
Der Mont Tournier ist ein Bergrücken im Avant-Pays savoyard in Savoyen, der 877 Meter erreicht. Er erstreckt sich über etwa zwanzig Kilometer zwischen Yenne im Norden und La Bridoire im Süden, bei einer bis vier Kilometern Breite, mit mehreren wenig ausgeprägten Gipfeln: Montmerle (631 m), Montbel (706 m) und Mont Chaffaron (854 m). Sein oberer Teil ist ein Band heller Kalksteinfelsen über bewaldeten Hängen, im Vordergrund eine Wiese.
Der Mont Tournier ist eine Antiklinale aus Kalkstein der Unterkreide, die seit dem Pliozän abgetragen wird und mit der Chaîne de l'Épine als Südende des Jura gilt. Seine südliche Hälfte gehört seit dem 20. Oktober 2022 zum Regionalen Naturpark Chartreuse, als Gemeinden am Lac d'Aiguebelette in das Schutzgebiet aufgenommen wurden. Der gesamte Höhenzug ist eine ZNIEFF vom Typ II.
Die Südklippen des Mont Tournier oberhalb von Verel-de-Montbel sollen dem Schmuggler Louis Mandrin in Höhlen Zuflucht geboten haben. Die lokale Überlieferung verbindet diese Kalksteinkante, die von etwa 600 auf 300 Meter zum Lac d'Aiguebelette abfällt, mit seinen Schmuggelwegen.
Der Bergrücken erstreckt sich über etwa zwanzig Kilometer zwischen Yenne im Norden und La Bridoire im Süden, bei nur ein bis vier Kilometern Breite; seine Nordhälfte ist am schwierigsten zu überqueren. Kleine Straßen queren ihn im Süden über die Pässe Col du Mont Tournier, Col de la Lattaz, Col de la Crusille und Col du Banchet; die A43 führt durch den Tunnel von Dullin in den Südhängen.
Die Felsen über Verel-de-Montbel im Südteil des Bergrückens sollen dem Schmuggler Louis Mandrin in Höhlen Unterschlupf geboten haben. Die Kalkstein-Antiklinale setzt sich südlich von La Bridoire als Antiklinale des Ratz fort, durch eine Verwerfung versetzt.
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