Musée de la Grande Chartreuse, Historisches Museum in Saint-Pierre-de-Chartreuse, Frankreich.
Das Musée de la Grande Chartreuse befindet sich in einem ehemaligen Klostergebäude neben dem aktiven Kartäuser-Kloster und zeigt Gegenstände, Dokumente und Kunstwerke aus neun Jahrhunderten monastischen Lebens. Die Sammlung umfasst handgeschriebene Manuskripte, persönliche Habseligkeiten, Werkzeuge und historische Fotografien, die den Alltag und die geistliche Praxis dieser abgeschiedenen Gemeinschaft dokumentieren.
Das Kloster wurde 1084 gegründet, als der Heilige Bruno eine Gruppe von Mönchen in dieses abgelegene Alpental führte, um dort in strenger Einsamkeit zu leben. Das Museum selbst entstand 1957, um die Geschichte dieser neun Jahrhunderte andauernden monastischen Tradition für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Der Name des Museums verdankt sich der legendären Gründung durch einen deutschen Gelehrten, der die Ordensregeln niederschrieb. In den Ausstellungen sieht man heute noch handgeschriebene Pergamente und persönliche Gegenstände, die zeigen, wie streng und strukturiert der Alltag dieser Mönche war.
Das Museum liegt in den französischen Alpen und ist leicht vom nahegelegenen Parkplatz erreichbar, bietet aber wenig Ausrüstung für Menschen mit eingeschränkter Mobilität. Besucher sollten warme Kleidung mitbringen, da die Höhenlage bedeutet, dass es hier deutlich kühler ist als in den umliegenden Tälern.
Das Kloster selbst bleibt für Besucher geschlossen, aber durch das Museum kann man die verborgene Welt der Kartäuser-Mönche kennenlernen, die bis heute dort nach strengen Regeln leben. Diese seltene Gelegenheit, in das Leben einer der isoliertesten religiösen Gemeinschaften Europas Einblick zu gewinnen, macht das Museum zu etwas Besonderem.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.