Viaduc de Sylans, Fachwerkbrücke in Le Poizat-Lalleyriat, Frankreich.
Das Viaduc de Sylans ist eine 1.266 Meter lange Betonautobahnbrücke der A40 zwischen Charix und Le Poizat-Lalleyriat über dem Lac de Sylans. Zwei parallele Fahrbahnträger ruhen auf hohen vertikalen Pfeilern und verlaufen in einer weiten S-Kurve einen steilen Hang hinauf. Der Überbau hat einen W-förmigen Querschnitt mit X-förmiger Rippung; die nördliche Fahrbahn liegt mehrere Meter höher als die südliche.
Das Bauwerk wurde Ende der 1980er Jahre konstruiert und nutzt fortschrittliche Spanntechniken für zusätzliche Stabilität. Die Ingenieure entwickelten eine spezielle dreidimensionale Spannweise, um die Belastungen über das Gelände zu verteilen.
Der Bau der Brücke, zusammen mit dem benachbarten Viadukt Nantua und dem Tunnel Chamoise, ist in Alex Garys Dokumentarfilm „Les Routes de tous les records“ zu sehen, den das tschechische Fernsehen im Mai 2025 in seiner Reihe über Großprojekte ausstrahlte. Unter der Autobahn führt die alte Straße D 1084 am Ufer des Lac de Sylans entlang, vorbei an den Resten der Eiskeller aus dem 19. Jahrhundert.
Die Brücke ist nur für Nutzer der A40-Autobahn zugänglich und kann von der Straße aus betrachtet werden. Für Fotografen sind die besten Aussichten von den umliegenden Bergpfaden oder vom Tal darunter erreichbar.
Das Bauwerk nutzt ein dreidimensionales externes Spannkabelsystem, das bei seiner Fertigstellung eine Innovation darstellte. Dieses System ermöglicht es der Brücke, große Lasten bei minimalem Eigengewicht zu tragen.
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