Glacières de Sylans, Ruinen von Eishäusern in Le Poizat-Lalleyriat, Frankreich.
Die Glacières de Sylans sind die Ruinen einer ehemaligen Natureisfabrik am Ufer des Sees von Sylans in der Gemeinde Le Poizat-Lalleyriat im Département Ain. Die Anlage besteht aus mehreren Steingebäuden, die zum Schneiden, Lagern und Versenden von Eisblöcken gebaut wurden.
Die Anlage wurde 1864 gegründet und belieferte wenige Jahre nach ihrer Eröffnung Großstädte wie Paris und Lyon sowie Märkte in Algerien mit Natureis. Der Betrieb wurde 1917 eingestellt, als die künstliche Kälteerzeugung das Schneiden und Versenden von Natureis überflüssig machte.
Das Gelände ist für die Öffentlichkeit gesperrt, doch seit 2012 geben Hinweistafeln rund um den Zaun Auskunft über die Eisgewinnung. Das Tourismusbüro organisiert im Jahresverlauf Veranstaltungen auf dem weitläufigen Gelände um die Gebäude. Der Name bezeichnet die Eishäuser selbst, und die auf die Stützmauer gemalte Aufschrift nennt die Société des Glacières de Paris, die den Betrieb ab 1885 führte.
Ein ausgeschilderter Weg führt um die Ruinen herum und Informationstafeln erklären, wie der Betrieb funktionierte. Die Wege sind relativ einfach zu begehen, aber festes Schuhwerk empfiehlt sich, da der Boden in der Nähe des Sees feucht sein kann.
Die Lagergebäude wurden mit Sägemehl isoliert, das zwischen den Mauern und den Eisblöcken geschichtet wurde, um die Kälte zu halten. Diese einfache Methode funktionierte so gut, dass Eis, das im Winter gelagert wurde, den ganzen Sommer über erhalten blieb.
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