Glacières de Sylans, Ehemalige Eisproduktionsanlage in Le Poizat-Lalleyriat, Frankreich.
Die Glacières de Sylans sind die Ruinen einer ehemaligen Natureisfabrik am Ufer des Sees von Sylans in der Gemeinde Le Poizat-Lalleyriat im Département Ain. Die Anlage besteht aus mehreren Steingebäuden, die zum Schneiden, Lagern und Versenden von Eisblöcken gebaut wurden.
Die Anlage wurde 1864 gegründet und belieferte wenige Jahre nach ihrer Eröffnung Großstädte wie Paris und Lyon sowie Märkte in Algerien mit Natureis. Der Betrieb wurde 1917 eingestellt, als die künstliche Kälteerzeugung das Schneiden und Versenden von Natureis überflüssig machte.
Der Name "Glacières" bedeutet auf Französisch einfach "Eishäuser", also Gebäude zum Lagern von Eis. Heute kann man beim Rundgang durch die alten Mauern noch erkennen, wie die Räume aufgeteilt waren, um das Eis möglichst lange kühl zu halten.
Ein ausgeschilderter Weg führt um die Ruinen herum und Informationstafeln erklären, wie der Betrieb funktionierte. Die Wege sind relativ einfach zu begehen, aber festes Schuhwerk empfiehlt sich, da der Boden in der Nähe des Sees feucht sein kann.
Die Lagergebäude wurden mit Sägemehl isoliert, das zwischen den Mauern und den Eisblöcken geschichtet wurde, um die Kälte zu halten. Diese einfache Methode funktionierte so gut, dass Eis, das im Winter gelagert wurde, den ganzen Sommer über erhalten blieb.
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