Village des Bories, Steinhüttensiedlung in Gordes, Frankreich
Das Village des Bories ist eine Gruppe von etwa 30 wiederhergestellten Trockensteingebäuden in Gordes, die ohne Mörtel aufgebaut sind und verschiedene Funktionen erfüllten. Die Hütten sind für Wohnen, Viehzucht und Getreidespeicherung eingeteilt und zeigen die mittelalterliche Bauweise der Region.
Die Siedlung entstand über viele Jahrhunderte hinweg, wobei einige Strukturen bis in die Bronzezeit zurückgehen, während andere bis ins 19. Jahrhundert genutzt wurden. Der Bau ohne Mörtel war eine bewährte lokale Technik, die sich über diese lange Zeitspanne hinweg bewährt hat.
Das Dorf zeigt, wie Menschen in der Provence lebten und arbeiteten, mit Räumen für Getreidelagerung, Viehzucht und Wohnen, die noch heute sichtbar sind. Die Anordnung der Gebäude erzählt von den täglichen Aufgaben und dem Rhythmus des Landlebens in dieser Region.
Das Gelände ist täglich von morgens bis Sonnenuntergang zugänglich und verfügt über Informationstafeln, die die Bautechniken erläutern. Der Fußweg durch die Hütten ist einfach zu begehen, aber festes Schuhwerk ist wegen der unebenen Steinflächen empfehlenswert.
Die Dachkonstruktionen nutzen eine Technik namens Kragdach, bei der sich Steine allmählich nach innen überlappen, um eine kuppelförmige Form zu schaffen. Dieses System funktioniert allein durch die Gewichtskraft, ohne jegliche zusätzliche Stützmittel oder Sperrholz unter den Steinen.
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