National prison museum, Gefängnismuseum in Fontainebleau, Frankreich.
Das Musée national des prisons befand sich in der ehemaligen maison d'arrêt von Fontainebleau, einem 1845 nach pennsylvanischem Vorbild errichteten Bau des Architekten des Generalrats des Départements Seine-et-Marne, der auch die Gefängnisse von Meaux und Coulommiers entwarf. Die 45 Zellen von 9 m² lagen auf zwei Etagen um einen runden Beobachtungsstand, die Umfassungsmauern waren 5 Meter hoch. Seit der Schließung am 31. Dezember 2010 sind das steinerne Tor mit dunkelgrünen Flügeln und Dreiecksgiebel erhalten.
Die Anlage entstand im 19. Jahrhundert als modernes Gefängnisgebäude und war lange Zeit ein funktionierendes Gefängnis. Der Ort erlebte die deutsche Besatzung während des Zweiten Weltkriegs und wurde später zu einem Bildungsort für die Geschichte des Strafvollzugs umgewandelt.
Der Name des Museums verweist auf seinen nationalen Anspruch: 1967, 1975, 1981 und 1982 wurden in Gefängnissen Frankreichs und Übersee Sammlungen angelegt. Zu den Stücken zählten bei Zellendurchsuchungen beschlagnahmte verbotene Gegenstände, gebastelte Vorrichtungen, zu Fluchtseilen geflochtene Laken und von Häftlingen verschluckte Objekte sowie eine Lithografie von Horace Vernet, Les Forçats (1840).
Das Museum schloss am 31. Dezember 2010, und das Gebäude wurde im Februar 2016 bei einer Auktion an einen Investor verkauft; ein Besuch ist daher nicht möglich. Die Sammlungen gingen an die École nationale d'administration pénitentiaire in Agen, wo das Zentrum zur Geschichte von Verbrechen und Strafen eingesehen werden kann. Für 2027 ist ein Museum zur Gefängnisgeschichte angekündigt.
Das Museum schloss am 31. Dezember 2010, seine Sammlungen gingen an die École nationale d'administration pénitentiaire in Agen. Zu den beschlagnahmten Stücken zählten selbst gebastelte Gegenstände, zu Fluchtseilen geflochtene Laken und von Häftlingen verschluckte Objekte. Im Februar 2016 wurde das Gebäude einem Investor ersteigert, der Wohnungen einrichten wollte.
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