South rose window of Notre-Dame de Paris, Mittelalterliches Rosenfenster in der Notre-Dame Kathedrale, Paris, Frankreich
Das südliche Rosenfenster von Notre-Dame de Paris ist ein rundes Glasfenster von etwa 13 Metern Durchmesser in einem spitzen Steinbogen. Tiefblau und Rot herrschen vor, mit Grün, Gelb und Weiß. In der Mitte sitzt ein kleines Vierpassmedaillon, umringt von zwölf runden Scheiben; zwölf lange blütenblattförmige Felder zeigen je eine stehende Figur unter einem Baldachin, und ein Kranz aus Dreipassgruppen läuft am Rand um.
Die Südrose wurde in den 1250er Jahren im Südquerhaus von Notre-Dame eingesetzt, während des rayonanten Umbaus; Pierre de Montreuil wird mit den Arbeiten in Verbindung gebracht. König Ludwig IX. stiftete das Fenster. Es wurde im 18. und 19. Jahrhundert restauriert, und der Brand von 2019 beschädigte es.
Das Programm der Rose ist marianisch: Die Jungfrau mit dem Kind sitzt im zentralen Medaillon, umgeben von zwölf kleinen runden Scheiben, während zwölf lange Blütenblätter je eine stehende Figur unter einem Baldachin tragen. Ein Rand aus Dreipassgruppen mit je einer Figur läuft um den ganzen Kreis. Das Glas ist überwiegend tiefblau und rot, mit grünen, gelben und weißen Flächen.
Das Fenster sitzt hoch im Südarm des Querhauses; man betrachtet es vom Boden der Vierung aus, nicht aus der Nähe. Morgenlicht fällt auf die gegenüberliegende Nordseite, das Südglas wird erst später am Tag beleuchtet. Ein Fernglas hilft, die kleinen runden Scheiben um das zentrale Medaillon zu erkennen.
Der Außenrand ist keine einfache Bordüre, sondern eine Kette von Dreipassfeldern mit je einer Figur, die sich um den ganzen Kreis wiederholt. Achten Sie auf die zwölf kleinen runden Scheiben um das zentrale Medaillon, ein vom Schiff aus leicht übersehenes Detail.
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