Monastère de la Sainte-Baume, Dominikanerkloster nahe Plan-d'Aups-Sainte-Baume, Frankreich.
Das Kloster der Sainte-Baume steht am Felshang neben der Grotte, über dem Abgrund. Seine hellbeige Fassade ruht auf einem Sockel aus grauem Stein und schließt mit einem vorspringenden Gesims unter einem geneigten grauen Dach. Im Erdgeschoss liegt eine rundbogige doppelte Holztür mit Oberlicht, flankiert von zwei rundbogigen Fenstern mit rotbraunen Läden; darüber zwei rechteckige Fenster und ein kleines Rundfenster über einer Statue in einer Nische.
1295 übertrug Papst Bonifatius VIII. den Dominikanern per Bulle die Obhut über die Grotte und die Basilika von Saint-Maximin; die seit 1070 ansässigen Benediktiner zogen sich zurück. 1789 vertrieben, kehrten die Brüder 1859 durch Henri Lacordaire zurück, endgültig im Jahr 2002.
Der Ort ist seit Jahrhunderten ein Ziel für Pilger, die in dieser Landschaft spirituelle Bedeutung suchen. Die täglichen Rituale der Gemeinschaft prägen das Leben an diesem Ort und laden Besucher ein, an dieser Tradition teilzuhaben.
Der Zugang zur Grotte und zum Kloster war von Juni 2020 bis April 2021 wegen Steinschlaggefahr an den Felswänden gesperrt und wurde nach Sicherungsarbeiten wieder geöffnet. Die Treppe zur Grotte hat 150 Stufen.
1279 ließ Karl II. von Anjou in der Kirche von Saint-Maximin graben, wobei die Reliquien der heiligen Maria Magdalena gefunden wurden; am 21. Juni 1295 übertrug eine Bulle Papst Bonifatius' VIII. den Dominikanern das Heiligtum um die Grotte. 1586 und 1592 wurden Grotte und Kloster in den Religionskriegen geplündert.
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