Sanctuary of Sainte-Baume, Gotische Kirche und Berghohlenkomplex in Saint-Maximin-la-Sainte-Baume, Frankreich.
Das Heiligtum besteht aus einer Kalksteinhöhle im Gebirge Sainte-Baume und einer gotischen Basilika, die 73 Meter lang, 37 Meter breit und 29 Meter hoch ist. Die Basilika erhebt sich mit hohen Spitzbögen und schmalen Fenstern über dem Ort, während die Höhle sich weiter oben im bewaldeten Hang verbirgt.
Der Bau der Basilika begann 1295, nachdem König Karl II. Ausgrabungen angeordnet hatte, bei denen 1279 Überreste entdeckt wurden, die man Maria Magdalena zuschrieb. Die Dominikaner übernahmen die Betreuung des Heiligtums und erweiterten es über die folgenden Jahrhunderte.
Die Krypta bewahrt vier Marmorsarkophage aus dem 4. Jahrhundert und enthält ein Reliquiar mit dem Schädel einer mediterranen Frau, wie Fachleute bestätigen. Dieses Reliquiar zieht seit Jahrhunderten Pilger an, die hier in stiller Andacht verweilen.
Die Basilika öffnet täglich von 10 bis 12 Uhr und von 13 bis 18 Uhr und bietet Führungen sowie monatliche Orgelkonzerte von Mai bis Oktober. Der Aufstieg zur Höhle dauert etwa eine Stunde auf einem steinigen Weg durch den Wald.
Ein Kristallröhrchen im Reliquiar enthält ein Fragment namens Noli me tangere, das angeblich von der Stelle stammt, an der Christus Maria Magdalena bei der Auferstehung berührte. Die Höhle selbst zeigt bis heute Spuren von Pilgerbesuch aus dem Mittelalter an den Wänden.
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