Akarmara, Verlassene Bergbausiedlung im Bezirk Tkvarcheli, Georgien
Akarmara ist eine ehemalige Bergarbeitersiedlung im Tkvarcheli-Distrikt in Georgien, die in einem Waldgebiet auf etwa 500 Metern Höhe liegt. Der Ort ist von Bergen umgeben und enthält Überreste von Kohlebergbaueinrichtungen aus der sowjetischen Ära.
Die Sowjetbehörden errichteten 1938 Kohleminen und beschleunigten damit die Entwicklung des Ortes als Industriesiedlung mit Arbeitern und ihren Familien. Der Ort wurde durch den georgisch-abchasischen Konflikt von 1992 bis 1993 schwer beschädigt, was zu Entvölkerung und Verfallsvorgängen führte.
Deutsche und italienische Kriegsgefangene errichteten in den 1940er Jahren Gebäude im westeuropäischen Stil, die dem Ort ein ungewöhnliches Erscheinungsbild geben. Diese architektonische Mischung zeigt sich heute noch in den verlassenen Strukturen und dem Straßenlayout des Ortes.
Der Ort ist heute sehr dünn besiedelt und viele Gebäude befinden sich in schlechtem Zustand, da sie nach dem Konflikt lange Zeit verlassen waren. Besucher sollten auf die Begehbarkeit von Wegen und Strukturen achten und mit Sicherheitsrisiken durch verfallende Gebäude rechnen.
Pflanzen und Bäume sind in viele Gebäude eingedrungen und wachsen durch Fenster und über Mauern hinweg, während die sowjetischen Wohnblöcke und Kulturfazilitäten langsam von der Natur zurückerobert werden. Diese Bilder zeigen, wie die Natur einen Ort nach dem Menschen besiedelt und neu gestaltet.
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