Ostsiedlung, Siedlung in Grönland
Die Östliche Siedlung ist eine historische Wikingersiedlung im Südwesten Grönlands in der Region Kujalleq, an mehreren Fjorden gelegen. Das Gebiet enthält etwa 500 Ruinengruppen von Bauernhöfen, Kirchen und Häusern, die aus Stein und Torf errichtet wurden und bis heute sichtbar sind.
Die Siedlung wurde um 985 von Erik dem Roten gegründet und wuchs über Jahrhunderte zu einer blühenden Gemeinschaft heran, die Handel mit Europa trieb und sich hauptsächlich von Landwirtschaft, Viehzucht und Jagd ernährte. Der Niedergang begann mit dem Rückgang des Walrosselfenbeinhandels, verstärkt durch Klimaverschlechterung ab dem 14. Jahrhundert, bis um 1410 die letzte Schiffe Grönland verließen und die Siedlung aufgegeben wurde.
Die Ruinen verteilen sich über ein großes Gebiet mit schwierigem Gelände, daher ist festes Schuhwerk und Vorsicht erforderlich, besonders wenn das Land nass oder rutschig ist. Der Besuch wird am besten mit einem lokalen Führer unternommen, um die einzelnen Ruinen zu identifizieren und ihre Geschichte zu verstehen.
Der Legenden nach verschwanden die Bewohner nach einem angeblichen Überfall durch Inuit-Krieger, die sich als Eisberge verkleideten, doch Archäologen finden keine Brandspuren, die dies bestätigen würden. Die wahrscheinlichere Erklärung liegt in Klimaverschlechterung und wirtschaftlichem Niedergang, wobei die letzte bekannte Eintragung eine Hochzeit in der Hvalsey-Kirche im Jahr 1408 war.
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