Qaasuitsup Kommunia, Ehemalige Gemeinde im Nordwesten Grönlands
Qaasuitsup war eine ehemalige Gemeinde in Nordwestgrönland, die sich über ein riesiges Gebiet mit zahlreichen Küstensiedlungen erstreckte. Das Verwaltungszentrum Ilulissat war das Verkehrsdrehkreuz der Region und verband die entlegenen Orte durch Luft- und Seerouten miteinander.
Die Gemeinde entstand 2009 aus der Fusion von acht separaten Verwaltungsgebieten im Rahmen einer großen Verwaltungsreform Grönlands. Sie wurde 2018 wieder aufgelöst und die Verwaltungsfunktionen auf andere Gebiete übertragen.
Die Region war geprägt durch traditionelle Jagd- und Fischereipraktiken, die bis heute in den Siedlungen sichtbar sind. Besucher können in den Dörfern handwerkliche Techniken und lokale Bräuche beobachten, die eng mit dem Leben in dieser Landschaft verbunden sind.
Der Zugang zu den Siedlungen erfolgt hauptsächlich per Flugzeug oder Schiff, da es keine Straßenverbindung zwischen den Orten gibt. Besucher sollten sich auf lange Reisezeiten und begrenzte Transportmöglichkeiten vorbereiten.
Während ihres Bestehens war diese Gemeinde flächenmäßig die größte der Welt und übertraf sogar die Größe Frankreichs. Trotz dieser immensen Ausdehnung war die Gesamtbevölkerung sehr klein und verteilt sich auf Dutzende von verstreuten Siedlungen.
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